100 Jahre WOLSDORFF: Das sind einhundert Jahre Rauchkultur, einhundert Jahre Tabakwaren-Tradition und einhundert Jahre fachlich kompetente Kundenberatung durch hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es war „die große Liebe zur Zigarre“, die den Hamburger Kaufmann Emil Karl Ferdinand Wolsdorff veranlasste, am 7. Mai 1907 sein erstes Geschäft am Georgsplatz in Hamburg zu eröffnen. Er wollte einen weitverzweigten Handel mit Zigarren betreiben und plante daher zweierlei: Erstens den Aufbau eines WOLSDORFF-Eigenmarken-Sortimentes mit exklusiven Sorten, gefertigt von Qualitätsherstellern in Westfalen und Baden-Württemberg. Zweitens die Gründung eines weit verzweigten Filialnetzes in allen bedeutenden Großstädten Deutschlands, um eine flächendeckende Distribution seiner Marken zu erreichen. Beides wurde erfolgreich geschaffen und ausgebaut. Bald waren im vielfältigen Angebot neben den WOLSDORFF-Zigarren auch renommierte Importen, Tabake, Zigaretten, Pfeifen und Accessoires enthalten. Und schnell machte sich WOLSDORFF unter Rauchern einen Namen mit hochkarätiger Auswahl und fachlich kompetenter Beratung auf höchstem Niveau. Qualitativ erstklassige Tabakwaren beratend zu verkaufen, statt Ware zu verteilen, das war und ist die Devise bei WOLSDORFF: "Wenn der Kunde zufrieden, fröhlich, mit einem Glücksgefühl den Laden verlässt, dann hat das Fachgeschäft seine Dienstleistungsaufgabe richtig erfüllt," so formulierte es Werner Wolsdorff.

Begleiten Sie uns und unsere Geschichte auf den folgenden Seiten, stöbern Sie in Kuriosem und erfahren Sie Details, die Sie so bestimmt noch nicht kannten.

Wie alles begann

Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts hatte eine Wandlung im Geschmack der Konsumenten eingesetzt:
Schnupftabak verlor spürbar an Bedeutung, Rauchtabake lagen im Trend und zunehmend unter ihnen auch die Zigarre.
1788 gründet der deutsche Kaufmann Hans Heinrich Schlottmann in Hamburg die erste Zigarrenmanufaktur Deutschlands. Sein Beispiel ermutigt andere deutsche Unternehmer, ebenfalls in die Zigarrenproduktion einzusteigen. Nur wenige Jahre später werden auch in Bremen, Westfalen und Baden-Württemberg Zigarren gefertigt. Ende des 19. Jahrhunderts betreibt der Hamburger Kaufmann Sigismund Simon, der spätere Schwiegervater Emil Wolsdorffs, das Zigarrenhandelshaus H. Bayer & Co. mit mehreren Filialen, unter anderem in Hamburg und Berlin.


Emil Karl Ferdinand Wolsdorff, geb. am 6. Juli 1872, wächst zusammen mit elf Geschwistern auf dem Gut Ferdinandshöh in der Neumark/Pommern auf.
Um die Jahrhundertwende ziehen Teile der Familie Wolsdorff nach Hamburg. Emil und sein jüngerer Bruder Franz gehen vor dem Militärdienst bei einem Apotheker in die Lehre. Franz Wolsdorff eröffnet Anfang des 20. Jahrhunderts in der Hamburger Theaterstraße 36 eine Apotheke, die als Drogerie bis in die 1990er Jahre im Familienbesitz verbleibt.

Emil Wolsdorff zieht den Zigarrenhandel vor. Am 21. Oktober 1905 heiratet er die Tochter Sigismund Simons, Anna Scharmach, und steigt zunächst in das Geschäft seines Schwiegervaters in Hamburg ein.